VCI-Stretchfolie mit beidseitigem Korrosionsschutz – Metalle sicher schützen

Florence Lachat
Projektmanagement / Vertrieb

VCI-Stretchfolie ist mehr als ein Wickelmaterial für Paletten: Sie verbindet die mechanische Ladungssicherung mit einem aktiven, beidseitigen Korrosionsschutz, der Metallteile während Transport und Lagerung wirksam vor Rost und Oxidation schützt. Das Prinzip basiert auf flüchtigen Korrosionsinhibitoren – kurz VCI, von Volatile Corrosion Inhibitor –, die kontinuierlich aus der Folie ausgasen und innerhalb der Verpackung eine schützende Atmosphäre aufbauen. Wo früher Ölen, Fetten und aufwändiges Reinigen zum Standardprozess gehörten, ermöglicht der Einsatz von VCI-Stretchfolie eine deutliche Reduzierung der Prozessschritte.
Das Wichtigste zu VCI-Stretchfolie auf einen Blick
- Beidseitiger, aktiver VCI-Korrosionsschutz: Die Inhibitoren sind auf beiden Seiten der Folie aktiv und bauen unabhängig von der Wickelrichtung eine Schutzatmosphäre auf.
- Multimetallschutz: VCI-Stretchfolie schützt Eisen, Stahl, Aluminium, Zink, Chrom und Zinn – sowohl Eisenmetalle als auch NE-Metalle.
- Kein Ölen, kein Fetten: Metallteile sind nach dem Auspacken sofort weiterverarbeitbar – ohne Reinigungsaufwand.
- Selbstregenerierend: Nach kurzen Öffnungen (z. B. Zollkontrollen) baut sich die Schutzatmosphäre automatisch wieder vollständig auf.
Was ist beidseitiger, aktiver VCI-Korrosionsschutz?
VCI steht für Volatile Corrosion Inhibitor – flüchtige Korrosionshemmer, die aus dem Trägermaterial ausdampfen und innerhalb einer Verpackung eine Schutzatmosphäre bilden. Bei einer beidseitigen VCI-Stretchfolie sind diese Inhibitoren auf beiden Seiten der Folie aktiv. Das bedeutet: Unabhängig davon, welche Seite beim Wickeln am Metallbauteil anliegt, werden die VCI-Wirkstoffe gleichmäßig abgegeben.
Der Begriff „aktiv" beschreibt dabei, dass die Inhibitorfreisetzung kontinuierlich erfolgt – nicht erst bei direktem Kontakt, sondern schon durch die Gasphase innerhalb der Verpackung. Der Schutz wirkt also auch in schwer zugänglichen Bereichen: in Hohlräumen, Bohrungen oder zwischen eng gestapelten Bauteilen, ohne dass die Folie direkt aufliegt.
Sobald die Verpackung geschlossen ist, baut sich die Schutzatmosphäre innerhalb kurzer Zeit vollständig auf. Die Geschwindigkeit hängt dabei vom Verpackungsvolumen ab: Je dichter und geschlossener die Verpackung, desto schneller und nachhaltiger wirkt der Schutz.
Welche Metalle schützt VCI-Stretchfolie?
VCI-Stretchfolie mit beidseitigem Schutz ist je nach Produktvariante für viele Eisen- und NE-Metalle geeignet – darunter typischerweise Stahl, Eisen, Aluminium, Zink, Chrom und Zinn. Welche Metalle und Legierungen konkret geschützt werden, hängt von der jeweiligen Rezeptur und Produktausführung ab. Betriebe, die mit verschiedenen Materialien arbeiten, profitieren daher von einer gezielten Abstimmung der Folienauswahl auf die vorliegenden Werkstoffe.
Entscheidend ist dabei das Konzept des Kontaktschutzes: Die Folie hemmt korrosive Prozesse an der Metalloberfläche wirksam und wirkt zugleich als Barriere gegen eindringende Feuchtigkeit. Bauteile, die sauber und trocken verpackt werden, sind nach dem Auspacken in der Regel ohne nachträglichen Reinigungsbedarf direkt weiterverarbeitbar.
Für Anwendungen mit besonders spezifischen Legierungen oder gemischten Metallen empfiehlt sich eine genaue Abstimmung der Folienauswahl. BRANOpac unterstützt dabei mit langjährigem Anwendungs-Know-how.
Wo wird VCI-Stretchfolie eingesetzt?
VCI-Stretchfolie mit beidseitigem Korrosionsschutz ist überall dort sinnvoll, wo Metallbauteile bewegt, zwischengelagert oder über längere Strecken transportiert werden.
Maschinenbau und Anlagenbau: Einzelteile, Baugruppen und gefertigte Komponenten werden häufig auf Paletten zwischengelagert oder an Endkunden ausgeliefert. Mit VCI-Stretchfolie lassen sich diese Güter deutlich effizienter sichern und durch temporären Korrosionsschutz schützen – auch über längere Zeiträume.
Automotive und Zulieferindustrie: Stahl- und Aluminiumteile, die über Lieferketten zwischen Standorten und Werken bewegt werden, sind besonders gefährdet: Temperaturschwankungen und Luftfeuchtigkeit setzen Oberflächen schnell zu. VCI-Stretchfolie bietet hier eine prozesssichere Lösung, die sich auch in automatisierten Wickelprozessen einsetzen lässt.
Exportverpackung und Langzeitlagerung: Bei der Exportverpackung gelten besonders hohe Anforderungen: Güter müssen teils wochenlang auf dem Seeweg transportiert werden, klimatischen Extremen standhalten und bei Zollkontrollen geöffnet und wieder verschlossen werden. VCI-Stretchfolie bietet hier einen klaren Vorteil: Nach dem Öffnen und erneuten Verschließen baut sich die Schutzatmosphäre selbständig wieder auf – ohne dass der Korrosionsschutz dauerhaft kompromittiert wird.
Werkzeugbau und Metallverarbeitung: Auch bearbeitete Oberflächen, Werkzeuge und Halbzeuge lassen sich mit VCI-Stretchfolie schützen, wenn sie zwischen Fertigungsschritten gelagert oder weitertransportiert werden müssen.
So funktioniert die Schutzatmosphäre in der Praxis
Die VCI-Inhibitoren, die in die Folie eingearbeitet sind, gehen nach dem Einwickeln in die Gasphase über und reichern sich im Verpackungsinneren an. An der Metalloberfläche lagern sie sich in einer unsichtbaren Schutzschicht ab, die korrosiven Reaktionen entgegenwirkt. Für das bloße Auge ist dieser Prozess nicht sichtbar – er läuft in der Regel sauber und ohne nachträglichen Reinigungsbedarf ab.
Ein besonders praxisrelevantes Merkmal: Selbst wenn die Verpackung kurz geöffnet wird – etwa bei Zollkontrollen, Eingangsprüfungen oder Qualitätschecks – baut sich die Schutzatmosphäre nach dem Wiederverschließen erneut vollständig auf. Es entsteht kein dauerhafter Schaden am Schutz.
Da das Ölen oder Fetten der Metallteile entfällt, ermöglicht VCI-Stretchfolie eine deutliche Reduzierung der Prozessschritte. Sauber und trocken verpackte Bauteile sind nach dem Auspacken in der Regel direkt weiterverarbeitbar – ohne nachgelagerte Reinigung. Das spart Zeit und reduziert den Einsatz von Reinigungs- und Ölmitteln.
Je nach Folientyp und Folienstärke kombiniert VCI-Stretchfolie die VCI-Wirkung zusätzlich mit einer physikalischen Barriere gegen eindringende Feuchtigkeit – für einen abgestimmten Schutz in einem Verpackungsschritt.
BRANOfol Stretch: VCI-Stretchfolie von BRANOpac
BRANOfol Stretch ist die VCI-Stretchfolie von BRANOpac: einseitig haftend, bläulich transparent und mit beidseitigem, aktivem VCI-Korrosionsschutz ausgestattet. Die Folie ist speziell für den Kontaktschutz optimiert und für eine Vielzahl von Metallen geeignet, darunter typischerweise Aluminium, Eisen, Stahl, Zink, Chrom und Zinn.
BRANOfol Stretch eignet sich für den manuellen Einsatz ebenso wie für den Betrieb an Stretchwickelautomaten – was eine nahtlose Integration in bestehende Verpackungslinien ermöglicht. Die Verpackung sollte dabei möglichst einen geschlossenen Raum bilden, um den bestmöglichen Nutzungsgrad der VCI-Inhibitoren zu erzielen.
BRANOpac unterstützt Sie auf Wunsch direkt vor Ort: mit Demonstrationen der korrekten Anwendung, Schulungen sowie der Analyse Ihrer individuellen Verpackungsanforderungen. Weitere Informationen zu BRANOfol Stretch und weiteren Korrosionsschutzfolien finden Sie auf www.branopac.de.

Sie suchen die passende VCI-Stretchfolie für Ihre Metallteile? Florence Lachat berät Sie gerne – von der Auswahl der richtigen Folie bis zur Demonstration der Anwendung direkt bei Ihnen vor Ort.
Jetzt Kontakt aufnehmenHäufig gestellte Fragen zu VCI-Stretchfolie
Beidseitig bedeutet, dass die Folie auf beiden Seiten VCI-Wirkstoffe enthält. Aktiv bezeichnet die kontinuierliche Ausgasung von Inhibitoren, die eine Schutzatmosphäre im Innern der Verpackung aufbauen – unabhängig davon, welche Seite der Folie am Metallbauteil anliegt.
VCI-Stretchfolie schützt ein breites Metallspektrum: Eisen, Stahl, Aluminium, Zink, Chrom und Zinn – sowohl Eisenmetalle als auch Nichteisenmetalle (NE-Metalle). Für spezifische Legierungen oder gemischte Materialien empfiehlt sich eine individuelle Abstimmung der Folienauswahl.
Nein. Ein zentraler Vorteil von VCI-Stretchfolie ist, dass das Ölen oder Fetten der Metallteile entfällt. Die Teile sind nach dem Auspacken sofort einsatzbereit – ohne zusätzliche Reinigungs- oder Entfettungsschritte.
Die Schutzatmosphäre baut sich nach dem Schließen der Verpackung selbständig wieder auf. Kurze Öffnungen – z. B. bei Zollkontrollen – gefährden den Schutz daher nicht dauerhaft, solange die Verpackung anschließend wieder verschlossen wird.
Herkömmliche Stretchfolie sichert Ladungen mechanisch und bietet keinen aktiven Korrosionsschutz. VCI-Stretchfolie kombiniert diese Palettensicherung mit dem Aufbau einer Schutzatmosphäre aus flüchtigen Korrosionsinhibitoren – ein Arbeitsschritt ersetzt damit zwei.
Über die Autorin

*Die Inhalte dieser Seite wurden teilweise mit KI-Unterstützung generiert und redaktionell überprüft.